Die Geschichte des Böllerschießens lässt sich bis in das 14./15. Jahrhundert zurückverfolgen, wenngleich belegte Chroniken rar sind.
Das liegt auch daran, dass das Böllerschießen nicht als eigenständiger Brauch betrachtet werden kann, sondern sich mit vielerlei anderen Traditionen entwickelt hat.
Die Idee, mit Schwarzpulver Krach zu machen, dürfte so alt sein wie die Entdeckung des Schwarzpulvers selbst.
Des Weiteren gibt es insbesondere aus dem 18. Jahrhundert einige Überlieferungen, wo sich Schützengesellschaften Böllergeräte anfertigen ließen oder dass auf diversen Festivitäten geschossen wurde.
 
 
 
 
Bauformen der Böller
Bei den Böllergeräten wird unterschieden zwischen Handböller, Standböller und Böllerkanone.
Handböller sind meist sehr aufwendig verziert und unterteilen sich in pistolenartige oder auch gewehrartige, welche dann Schaftböller, Böllerbüchse, Böllerstutzen oder Prangerstutzen genannt werden. Standböller sind oftmals restaurierte Originale oder originalgetreue Nachbauten von historischen Vorbildern. Sonderbauformen bei Standböller sind z. B. Mörserartige oder Salutschussgeräte mit drei Rohren, wo ein Schütze mehrere Schuss abgeben kann ohne dazwischen nachzuladen.

Böllerpulver unterliegt dem Sprengstoffgesetz in Deutschland und dem Pyrotechnikgesetz in Österreich.
In Deutschland muss der Schütze demnach Inhaber einer Erlaubnis nach §27 SprengG sein und es muss für jeden einzelnen Böller eine Beschussbescheinigung vorliegen. Die Böllergeräte müssen turnusmäßig alle fünf Jahre dem Beschussamt zur Nachprüfung, bzw. bei Standböller und Böllerkanonen zum Nachbeschuss vorgeführt werden. Böllergeräte zählen nicht als Waffe im Sinne des Waffengesetzes.
Für jedes Böllerschießen wird eine Genehmigung von der Gemeinde benötigt, außerdem ist das Schießen bei der örtlichen Polizei anzuzeigen. Es ist nicht erlaubt, auch nicht an Silvester, ohne Erlaubnis zu böllern.
 
 

Als Traditionsverein haben wir eine seit langem bestehende Böllergruppe unter dem Dach der Böllerschützen des BSSB Bezirk Oberfranken.

Wir böllern bei unserem alljährlich stattfindendem Hirschenschießen und auch bei Diversen weiteren Veranstaltungen
(z.B. bei Jubiläen, Königsproklamationen, Königsabholungen, Schützenfesten, etc.)
 
Geböllert wird bei uns mit
- Handböller (15mm)
- Blunderbuss
- Standböller (40mm)
- Kanone
 
Sicherheit steht bei uns stets an vorderster Stelle !!!!

Der Böllerschein kann bei Waffen Kümmet (Kronach) jährlich abgelegt werden.

Weitere Informationen Rund um das Thema böllern und Böllerschützen erhaltet Ihr auf folgendem Link.
 
 
Verantwortlich für die Böllergruppe sind:
1.  Böllerschützenkommandant: Wieland Grunert
2. Böllerschützenkommandant: Manfred Ott

 

Unsere Böllerschützen (Wieland Grunert, Heinz Sachs, Matthias Kraus) in ganz traditionellem Gewand:
 

 

 


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